Online Marketing und Partnersuche

Mit Online Marketing die wahre Liebe finden

Online Marketing-Methoden sind mächtig, wenn es darum geht ein Geschäft erfolgreich zu machen. Doch manch einer findet so auch die grosse Liebe, indem er die Massnahmen auf Online Dating Portalen einsetzt. Der Erfolg der Methode ist bestechend und die Umsetzung für jedermann möglich.

Online Dating

Online Marketing-Massnahmen im Online Dating anwenden? Das klingt auf den ersten Blick nicht unbedingt nach dem romantischen Weg zum Glück. Aber: Online Dating-Websites wie parship.ch oder elitepartner.ch arbeiten mit Algorithmen, die denjenigen von sozialen Netzwerken, Online Shops und Suchmaschinen ähnlich sind. Wenn Online Dating also ähnliche Algorithmen zugrunde liegen wie Online Marketing-Kanälen, so können auch ähnliche Massnahmen den Erfolg steigern.

In diesem fesselnden TED-Talk erklärt Amy Webb, wie sie mittels Online Marketing die Liebe ihres Lebens fand:

Doch welche Massnahmen sind dabei die zentralen Schritte zum Erfolg?

1. Ziele und Trichterprozesse definieren

Ziele

Viele Leute denken, der entscheidende Erfolgsfaktor des Online-Datings ist das Herabsetzen von Ansprüchen. Das ist jedoch komplett falsch, denn auf jeder Dating-Plattform tummeln sich viel mehr potenzielle Partner als es an jeder Single-Party der Fall ist. Die Herausforderung ist es, den perfekten Partner für sich selber innerhalb dieses Datenmeers zu finden bzw. sich finden zu lassen und dann die richtige Auswahl zu treffen. Für erfolgreiches Online Dating müssen Ansprüche also nicht herab-, sondern so hoch wie möglich angesetzt werden. Das Ziel sollte nichts weniger sein als den perfekten Partner zu finden.

Bereiche für die Optimierung

Folgende Bereiche können innerhalb einer Dating-Plattform zumeist optimiert werden:

  • Eigenes Profil
  • Fragekatalog
  • Mail-Verkehr mit Interessierten Personen

Trichterprozesse

Ideales Online Dating mit Online Marketing-Methoden funktioniert in einer Art Trichter-Prozess in vier Schritten:

  1. Conversionoptimierung des Dating-Profils
  2. Erstellen eines Profils, das hoch-attraktiv ist. Denn ohne attraktives Profil bringen viele Matches im Fragekatalog nicht viel.

  3. Suchmaschinenoptimierung auf die Algorithmen des Dating-Portals
  4. Das Ausfüllen des Fragekatalogs muss auf die Algorithmen des Portals angepasst werden, sodass man die richtigen Personen kontaktiert.

  5. Content Marketing: Sicherung von hoch-qualitativem Traffic
  6. Insofern die Bereiche 1. und 2. gewissenhaft umgesetzt wurden, sollten nun viele, gut-passende Kontaktanfragen folgen. Wichtig ist in diesem Stadium das Filtern der Besucher, nach denjenigen, die wirklich zu einem passen.

  7. E-Mail-Marketing für erfolgreichen Kontaktaufbau
  8. Und dann ist natürlich die Art und Weise des direkten Kontakts auch wichtig, wobei Massnahmen aus dem E-Mail-Marketing genutzt werden können.

2. Massnahmen umsetzen

2.1. Conversionoptimierung

In einem ersten Schritt wird das eigene Profil so optimiert, dass es hoch-attraktiv erscheint. Folgende Aspekte sind dabei besonders wichtig:

  • Optimierung des Profil-Fotos: Wer Inspiration braucht, findet auf www.hotornot.de eine Website, auf der die Nutzer nichts anderes machen als Fotos bewerten.
  • Profil-Text optimieren (gemäss Online Werbetexte): Online-Inhalte (auch Dating-Profile) werden schnell durchgeschaut und mehr gescannt als gelesen. Deshalb sollte die Profilbeschreibung maximal einhundert Wörter umfassen, dafür aber sehr aussagekräftig geschrieben sein.

2.2. Die Suchmaschinenoptimierung

Im nächsten Schritt wird der Fragekatalog, den viele Dating-Plattformen anbieten, optimiert. Dazu muss man wissen, dass diese Fragekataloge über Algorithmen in erster Linie Personen mit ähnlichen Interessen zusammenbringen. Ziel ist es, die Interessen der möglichen Partner so gut wie möglich über den eigenen Fragekatalog abzubilden. Dabei ist es entscheidend, dass nicht irgendwelche abergläubischen Aspekte berücksichtigt werden (die Frage, welche Art von Filmen man mag, sollte nicht entscheidend sein bei der Partnerwahl). Wichtiger ist es, den Fragekatalog aus Sicht der potenziellen Partner auszufüllen, sodass man möglichst viele Matches erreicht bei der richtigen Zielgruppe. Die Frage ist also: Wie stellen sich mögliche Partner ihr perfektes Gegenstück vor? Darauf soll die Optimierung abzielen.
Der Mathematiker Chris McKinlay erstellte beispielsweise einige Fake-Profile, um die Daten von Online Dater abzugreifen und diese zu Clustern zu machen. So fand er einen Weg den Fragekatalog nach den Vorlieben seiner „Zielgruppe“ auszufüllen und als Folge sehr viele Kontaktanfragen zu erhalten.

2.3. Content Marketing

In den ersten beiden Schritten wurde sichergestellt, dass man für viele Personen als Match erscheint und dass diese Personen einen attraktiv finden. Wie bereits angesprochen, ist es nun entscheidend besonders anspruchsvoll zu sein bei der Auswahl möglicher Chat-Partner – eine Art Content Marketing zur Sicherstellung von qualitativ hochwertigem „Traffic“.

Man sollte sich dabei bewusst sein, welche Eigenschaften eine Person aufweisen muss, um als potenzieller Partner in Frage zu kommen. Im Idealfall erstellt man sich eine Liste von Eigenschaften (Amy Webb nennt es ein „Scoring System“), die das perfekte Profil aufweisen muss und eruiert auch welche Eigenschaften keine Rolle spielen dürfen.

2.4. E-Mail-Marketing

Zum Schluss: Das E-Mail-Marketing. Wenn die vorher erklärten Schritte richtig durchgeführt wurden, hat man nun aus einer grossen Masse sehr wenige Personen ausgewählt, um direkt mit diesen zu kommunizieren. Um auch hier möglichst erfolgreich zu sein, sollten die Regeln erfolgreichen E-Mail-Marketings eingehalten werden:

  • Interessant, kurz und humorvoll schreiben
  • Die Texte unbedingt personalisieren und auf das Profil des Gegenübers eingehen
  • Geschichten erzählen
  • Der Titel des Texts ist entscheidend: Dieser muss eine hohe Qualität haben und evtl. den Empfänger mit Namen ansprechen.

3. Fuck Yes!

Viele Bereiche unseres Lebens werden inzwischen von digitalen Prozessen beeinflusst und kann mit entsprechenden Massnahmen optimiert werden – auch in Bereichen, in denen wir es nicht erwarten.

Das Schöne an diesem Beispiel ist die Umkehr des Online Dating-Paradigmas. Online Dating ist in diesem Beispiel nicht der letzte Weg auf der Suche nach einem Partner, sondern der Weg mit der grösstmöglichen Auswahl und der Chance wirklich anspruchsvoll zu sein. Man erreicht eine immense Gruppe an möglichen Partnern und kann daraus nur die aller-passendsten Personen wählen. Der hohe Anspruch macht den Ansatz so interessant. Oder gemäss Mark Manson: Man sucht nur nach „Fuck Yes“-Partner – also denjenigen ohne Kompromisse. Und somit steckt auch in dieser Methode zum perfekten Partner ein Korn Romantik.

Über den Autor 

Linus Oertli ist Gründer und Geschäftsführer der Online Marketing-Agentur Klickwerkstatt. Seit 2009 betreibt er Online Marketing für mittlere und grössere Unternehmen. Innerhalb des Blogs online-mediaplanung.ch setzt sich Linus intensiv mit Online Marketing und dem Spezialgebiet Online Mediaplanung auseinander.

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